
Befall im Detail.
Die Aufnahmen zeigen meinen unbehandelten Feldahorn im Herbst. Auf den Blättern liegt ein weißlich-grauer Belag; einige Ränder sind braun und eingerollt.
Nicht jede Verfärbung stammt vom Mehltau: Auch die natürliche Blattalterung verändert das Laub. Entscheidend sind der Gesamtzustand und die Entwicklung des Befalls.
Ein kräftiger Feldahorn verkraftet einen späten Befall meist gut. Wiederkehrender Mehltau und beeinträchtigte junge Blätter oder Triebe verdienen dagegen mehr Aufmerksamkeit.
Das Myzel des Mehltaupilzes wächst überwiegend auf der Blattoberfläche. Saugorgane nehmen Nährstoffe aus den äußeren Blattzellen auf.
Sporen werden durch den Wind verbreitet. Hohe Luftfeuchtigkeit und wenig Luftbewegung begünstigen den Pilz; eine dauerhaft nasse Blattoberfläche benötigt er nicht.



Behandlung und Werkzeugpflege
Zwischen den Bonsais genügend Abstand für Luftbewegung lassen und weiterhin bedarfsgerecht gießen. Trockenstress schwächt den Baum zusätzlich.
Ein vollständiger Blattschnitt ist kein Heilmittel. Auch kräftige Rückschnitte sollten nicht allein wegen des Befalls erfolgen: Sie können anfälligen Neuaustrieb fördern und müssen zur Jahreszeit passen.
Befallenes Falllaub aus der Schale und vom Stellplatz entfernen, um mögliche Infektionsquellen zu verringern. Im Frühjahr den neuen Austrieb auf Beläge und Verformungen kontrollieren.
In der Praxis: Den ganzen Baum regelmäßig ansehen, abends direkt auf das Substrat gießen und Veränderungen mit Vergleichsfotos festhalten.




